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Karnevalsumzug 2012 in Geisa - Ausnahmezustand in der Rhön

Tausende Narren säumten die Straßen am Rosenmontag in Geisa. Mit über 70 Bildern hat der Karnevalsverein wieder neue Maßstäbe in der Rhön gesetzt. Die Wagenbauer und Laufgruppen waren dabei sehr originell bei der Schaffung ihrer Kostüme. Aber nicht nur der Zug ist extra lang, sondern auch der Schlachtruf der Geisaer Jecken....

 

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Vielen Dank Rhönkanal!!!

 

Rund 2000 Mitwirkende beim Umzug

Tausende Zuschauer säumten zum Rosenmontagsumzug in Geisa die Straßen.

Geisa – Dicht an dicht standen die Menschen, ein Regen von Konfetti, Bonbons und anderen süßen Sachen ging auf sie nieder. Mehr als 65 Bilder und rund 2000 Mitwirkende – Kostümgruppen, Motivwagen und Kapellen – bildeten den riesigen bunten Tross, der sich stimmungsvoll durch Geisa bewegte. Die Sieger des Kostümballs, die Maya, waren eine farbenprächtige Gruppe im Umzug. Ebenso wie die Zweitplatzierten, die „Vier Elemente“. Der Fantasie waren keine Grenzen gesetzt und die Gruppen hatten weder Kosten noch Mühen gescheut, um prachtvolle Kostüme zu gestalten. Riesenrettungsschirme liefen durch die Straßen, die auf die Griechenland-Eurokrise hinwiesen. Lego-Männchen bewegten sich schwerfällig im Umzug und Spielkarten wurden lebendig. Riesengroße bunte Torten aus des Prinzen Bäckerei machten Appetit auf Süßes. Schafe, Hühner, Schweine und Kühe vom Bio-Hof warben für ihre Produkte. Asterix eroberte mit seinen Mannen Geisa. Glücksbärchen, Clowns und riesige Zirkustiere, bunte Papageien, Massai-Krieger, Schneeköniginnen und eine schwarze Vampir-Schlossgesellschaft waren ebenso zu sehen wie Lappen mit monumentalen Holzschlitten, Amazonas-Indianer, Schneeflocken und gleich zweimal New York Police mit Knastis. Sagengestalten aus dem Zauberwald und Star-Trekkis mit ihrem Raumschiff wechselten sich mit Pippi Langstrumpf und den Igeln aus Bremen ab. Auch die Bermbacher waren mit ihrem Prinzenpaar im Zug und die Wenigentäfter gestalteten einen Wagen mit Prinzensuche. Das Silberprinzenpaar war mit an der Spitze des Zuges, da nicht nur der Prinz, sondern auch der Silberprinz aus den Reihen der Blauen Funken stammt, die dieses Jahr 60. Jubiläum hatten. Auf einer überdimensionalen Kutsche rollte das Prinzenpaar durch die Rainstadt.

   

 

 

Schlüsselgewalt für Geisaer Prinzenpaar

Schluesselübergabe 2012 GHCC e.V.

Foto: Josephine Drewes

Geisa – Und wieder war Petrus der Geisaer Narrenschar hold. Einige Sonnenstrahlen lugten durch die Wolken, als der närrische Tross des GHCC angeführt vom Fanfarenzug „Blaue Funken“ durch die Stadt zum Rathaus marschierte. Die Gardemädchen der Gelben, Roten und Grünen Garde trotzten dem kalten Wind und zeigten ihr strahlendes Lächeln. In einer Blauen Funkenmütze thronte das Prinzenpaar, auf einem Wagen, der an die Stadtmauer mit Diebestürmchen erinnerte. Scharf geladen war die Kanone der Bürgerwehr und nach fünf Warnschüssen Richtung Rathaus hisste Bürgermeister Martin Henkel die weiße Fahne. Gardeoberst Dirk vom Schleidsberg befahl seinen Grenadieren, das Rathaus zu stürmen und nach den verborgenen Schätzen zu suchen. Kampflos ergaben sich Bürgermeister und Ratsherren, die sich im Rathaussaal verschanzt hatten. Dann nahmen die Narren mit dem Prinzenpaar das Rathaus ein. Auf einem kunstvoll gestalteten Wagen mit Zinnen und Türmen nahm das Prinzenpaar seinen Platz ein. GHCC Präsident Heribert Mohr ehrte herausragende Fastnachter mit Orden und Urkunden. So erhielten Helga Fabig, die 1000 Meter Wimpelkette für die Innenstadt nähte und Funkenbruder Stefan Bader, der viele Jahre mit seinem Traktor maßgeblich an der Gestaltung des Hutzelfeuers mitwirkte. Dann übernahm Bürgermeister Martin Henkel das Wort und wunderte sich, dass schon wieder die fünfte Jahreszeit angebrochen ist. 58 Mal wurde schon das Rathaus von der Narrenschar erstürmt und ungebrochen ist die Begeisterung im zahlreich erschienenen Publikum. Er protestierte, „jetzt wo in Geisa alles so schön, da will man mir den Schlüssel wegnehmen, und ihr Narren, es könnt euch so passen, ich hol die Fördermittel und ihr wollt sie Fastnacht verprassen.“

 

 

 

 

 

Niemand erriet das Prinzenpaar

In Geisa, der Rhöner Karnevalshochburg, wurde am Samstag das neue Prinzenpaar gekürt.

In der Narrhalla, dem Kulturhaus, blieb kein Platz frei.

Geisa – Prinz Siegfried III. von der Grünen Au (Siegfried Henkel) und Prinzessin Annika IV. vom Schleidsberg (Annika Bader) führen das närrische Regiment in Geisa-Hinkelshagen. Spannend blieb es bis zum Schluss, wer wohl den närrischen Thron besteigt. Bis zum Samstagmittag konnten im Internet, auf der Homepage des GHCC, Tipps abgegeben werden. 138 Voten gingen ein, doch das Prinzenpaar war nicht dabei, zog Heribert Mohr, Präsident des GHCC, Bilanz. „Trotz Facebook und Twitter gelang es uns, das Prinzenpaar geheim zu halten. Das ist schon eine große Sache in der heutigen Zeit“, meinte Mohr. Auf Prinz Siegfried hatten immerhin 18 Stimmen getippt, Prinzessin Annika erriet hingegen niemand. Ein mehrstündiges, abwechslungs reiches Programm wurde dem Publikum am Samstag geboten. Den ersten Gardetanz legten Gäste aus Sünna aufs Parkett: Die „Grüne Garde“ des Rumpelshäuser Carneval Clubs bot ein Tanz-Medley. Elferratspräsident Michael Günther ging in die Bütt und plauderte über die Prinzenmütze in närrischer Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. 56 Prinzenpaare hat es bislang in der Ulsterstadt gegeben. Günther würdigte sämtliche Jubiläums-Prinzenpaare. „Vergessen Sie Mainz, vergessen Sie Köln und Aachen – hier in Geisa geht es richtig zur Sache“, sagte er. Auch über den noch nicht in Fahrt gekommenen Winter sinnierte der Elfer-Präsident und trug einen Text von Volker Henning vor. Darin wird als Ursache ein Ehekrach im Haus Holle beschrieben, in dessen Folge Frau Holle die Flucht ergriffen habe. 

In den Orient entführte die „Grüne Garde“ des GHCC das Publikum, unterstützt von „Pascha Sebastian“ – passend zum 50-jährigen Bestehen des Türkenbunds, einer Gruppe des Geisaer Karnevals. Gabriele Schäfer und Jutta Glanz aus Zella wollten in ihrer Mundart-Bütt eine Garde der „silbernen Generation“ gründen. „Von U 7 bis Ü 30 schmeißen sie die Beine in die Höh‘“, da wollten sie nicht außen vor bleiben. Zunächst hatten sie Sponsoren gesucht: „Wir hätten jede Menge Werbeflächen zu bieten“. Als Bekleidung wählten sie knielange Röcke, weil man unter diese lange Unterhosen drunterziehen könne. Das Tanzen zu erlernen, versuchten sie beim Seniorentanzver ein, in einer Ballettschule, in einer Salsa-Tanzschule – doch flogen sie überall raus. Daher beschlossen sie, doch keine Garde zu gründen und lieber eine Büttenrede zu halten. Die beiden Zellaerinnen waren kurzfristig eingesprungen, weil ein anderer Büttenbeitrag wenige Tage vor dem Programm abgesagt worden war. In der Zeitung hatte Moderator Stefan Günther von Gabriele Schäfer und Jutta Glanz gelesen, sie angerufen und eine Zusage bekommen. „Das sind närrische Nothelfer“, lobte Günther. Nachdem die „Rote Garde“ einen Tanz aufs Parkett legte, erlebte das Publikum eine Schulstunde. Rebecca Göb, Nadja Klöpfel, Dorian Hammerschmidt und Ralf Willsau boten gespielte Schulwitze. Zunächst ließen sich die Schüler ein Bier bringen und fläzten sich auf ihre Stühle. Warum Küken aus den Eiern schlüpfen, wollte der Lehrer wissen. „Weil sie Angst haben, mitgekocht zu werden“, so die Schüler-Antwort. Krönenden Abschluss des ersten Programmteils bot traditionell die Männertanzgarde Bachrain. Diesmal boten die Tänzer eine Zirkus-Vorstellung mit Pferden, Raubtieren, Clowns, Musikanten und natürlich dem Zirkus-Direktor. Die mit Stimmungsliedern überbrückte Pause beendeten der Countdown und Böllerschüsse. Dann öffnete sich der Vorhang und das neue Prinzenpaar nebst Hofstaat grüßte das Publikum. Für Erheiterung sorgte ein Versprecher von Elferratspräsident Michael Günther, als er die „blauen Panther“ mit dem Schutz des Prinzenpaares beauftragte. „Leute, das sind Gefühle!“, meinte er. Die „Schwarzen Panther“ traten trotzdem auf die Bühne und übernahmen ihre Aufgabe. Das Ex-Prinzenpaar Prinz Ralf IV. vom Rockenstuhl und Prinzessin Eva Mariann III. vom Schleidsberg übergaben die Insignien an ihre Nachfolger, wünschten ihnen viel Spaß und schönes Wetter beim Rosenmontagsumzug. In seiner Proklamation forderte Prinz Siegfried III. von der Grünen Au die Geisaer auf, den besten Karneval zwischen Mainz, Düsseldorf und den Sternen zu feiern. „Traut euch in die Bütt und macht Programm, damit wir alle Spaß haben zusammen“, erklärte er, bevor das Prinzenpaar den Tanz eröffnete.

 

 

 

Geniale Rhöner Foasenachtszentrale

Geisa – Wenn auch die Geisaer Narren am 11.11.11 um 11.11 Uhr bereits am Marktplatz aktiv waren und sich Bürgermeister Martin  Henkel  da schon mal recht närrisch zeigte, so ging es doch erst zur Eröffnungssitzung im Kulturhaus so richtig rund. In bewährter Manier wurde gesungen, geschunkelt, getanzt und gelacht. Den  Startschuss  im  Büttenprogramm gab GHCC-Präsident Heribert Mohr mit seiner Eröffnungsrede zur Saison. Bezogen auf das Motto der Saison „Hinkelshagen ist die geniale Rhöner Foasenachtszentrale“ wurden die Widrigkeiten aus Politik und Alltag wie Eurokrise und Ähnliches aufgespießt und den Narren vorgeschlagen, es mit Humor zu tragen.

 11.11.11 GHCC Foasenachtszentrale

Blick in die Show „Wetten dass“ bei der Kuhwette.                     Foto: Josefine Drewes

Ein Rückblick anderer Art, bei den Geisaern zum 11.11. schon sehr beliebt, ist das närrische Protokoll. Protokoll Chef Ulf-Peter Neise und Daniel Bott zeigten in einer Fotoschau auf Großleinwand die  witzigsten  Schnappschüsse der Saison und ließen die Stimmung des vergangenen Jahres noch einmal im Publikum aufleben. Mit spaßigen Seitenhieben gespickt, fand das närrische Protokoll guten Anklang beim Publikum. Mit tollen Tänzen warteten die jungen  Tänzerinnen  des  GHCC  auf. Konnte man zu Beginn die Gardemädchen des Grüsselbacher Karnevalvereins begrüßen, die vor ihrem Auftritt in Eiterfeld noch schnell einen flotten Gardetanz in Geisa präsentierten, so bevölkerten dann die einheimischen Tanzgarden die Bühne. Die Sky Lights, trainiert von Juliane Leimbach und Simone Hergert, fingen in ihrem Tanz „FußballWM in Afrika“ die Stimmung und das unvergleichliche Feeling des Landes ein. Musik, Choreographie und das tolle Outfit begeisterten das Publikum. Die Mädels fuhren gleich nach ihrem Auftritt nach Petersberg, um dort im befreundeten Verein das Publikum mit ihrem getanzten WM- Viertelfinale zu verzaubern. Auch der Showtanz der Gelben Garde als Paradiesvögel fand viel Beifall. Die fantasievollen Kostüme und die perfekte Choreographie zeugten vom Können der Trainerinnen Stefanie Knauf und Patricia Reinhard. Einen Gardetanz vom Feinsten tanzten die Mädels der Grünen  Garde;  ihre  Trainerinnen Martina Albrecht und Bianka Trausch konnten zufrieden sein. Als Fuldaer Fresser, mit Rucksack und Knackwurstringel ausgestattet, trat Kaplan Holger Heil in die Bütt und hatte mit seinen Erlebnissen, die sich rundweg um die Fresserei rankten, die Lacher auf seiner Seite. Exprinzessin  Eva-Mariann  Abel hatte sich kurzfristig als Büttenrednerin angeboten und beleuchtete humoristisch aus ihrer Sicht die Prinzessinnenzeit, die ihre schönste Zeit war. Im anschließenden Exprinzenschlagen  brillierte  sie  mit  ihrer Schlagfertigkeit. Man glaubt es kaum, den Türkenbund gibt es nun schon seit 55 Jahren. Und immer wieder warten diese jungen Leute mit einem eigenen Büttenprogramm auf. Diesmal stand es im Zeichen von „Wetten dass“. Moderator Thomas Gottschalk (Julian Günther) und Assistentin Michelle (Julius Fischer) brachten das Publikum zum Lachen. Prominente Gäste der Show waren Cindy aus Marzahn (Maximilian Fleck) und Franz Beckenbauer (Sebastian Eisemann), der mit seinem bayerischen Dialekt alles zum Brüllen brachte. Auch ein Bauer aus Gestengrund (Lukas Günther) nahm mit der Wette teil, bei seinen glücklichen Kühen anhand der Stimmen zu wissen, wo sie herkommen. Musikalisch und tänzerische Einlagen in der Show bot die „GreenGroup“  (Julia  Steinhauer,  Leonie Batz, Oliver Fabri, Thomas Trabert, Phil Böning und Diego Wetzel). Ein weiterer Wettkandidat (Bastian Egele) erkannte am Bauchumfang Mitglieder des GHCC. Nach  einem  fast  dreistündigen Programm spielte die Kapelle Belconda zum Tanz bis in den frühenMorgen auf. wes